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Die Kirche zu Saltum

Die Kirche zu Saltum ist die größte und monumentalste des Kreises Hvetbo. Sie war möglicherweise schon eine Hardekirche, als sich die Tingstätte der Harde noch in Hune befand. Es war jedenfalls folgerichtig, dass sie zur Hardekirche wurde, als die Tingstätte nach Saltum verlegt wurde. Hardekirchen wurden 1284 gesetzlich eingeführt. Ihre Funktion bestand darin, dass ein Schuldner hier seine Schuld deponieren konnte, wenn ein Gläubiger die Annahme der Schuld verweigerte. Später wurde eine derartige Kirche als Fjerdingskirche bezeichnet; sie diente gleichzeitig als Aufbewahrungsstätte für das Archiv der Harde. In der Regel lag die Fjerdingskirche in der Nähe der Tingstätte. In Saltum befand sich diese unmittelbar nördlich der Kirche am Tinghügel, was dazu führte, dass die Tingmänner bisweilen bei schlechtem Wetter im Waffenhaus der Kirche zuflucht suchten. Dies ergab für den Pfarrer Unannehmlichkeiten, da der Tingtag am Sonnabend stattfand, an dem er die Beichte abhielt. Aus diesem Anlass klagte der Bischof im Jahre 1631 darüber, dass die 'Tingmänn­er den Pfarrer mit Lärm und kräftigen Flüchen stören, so dass er Beichte und Abendmal nicht in Ruhe durchführen kann".

Baugeschichte

Die Kirche wurde um 1150 als ein romanischer Granitquaderbau mit Turm, Schiff, Chor und Apsis auf profiliertem Sockel errichtet. Der Chor war vom Schiff durch einen schmalen Triumphbogen abgetrennt. Um 1450 wurde die Kirche umgebaut Turm, Chor und Apsis wurden ab-gerissen. Das Erdgeschoss des Turmes diente zur westlichen Verlängerung des Schiffes, dem nach Osten ein rechteckiger Kastenchor in gleicher Breite angefügt wurde. Im Westen wurde ein neuer Turm mit westlicher Blendengliederung errichtet, der im Erdgeschoss gotisch eingewölbt wurde. Das Erdgeschoss dient jetzt als Leichenkapelle. Das Schiff erhielt 3 Fächer und der Chor 11/2 Fächer und der Chor 1 1/2 Fächer achtteilige Rippen Gewölbe, wozu die romanischen Quadermauern teilweise umgesetzt und mit Klosterziegeln erhöht wurden. Der Süd Mauer des Schiffes wurde das Waffenhaus angebaut. Die alten Granitquader wurden überall wiederverwendet. Die gekrümmten und profilierten Sockelquader der ursprünglichen Apsis sind an der Nordmauer des Chores als Sockelsteine eingebaut worden.

Turm und Waffenhaus sind jetzt mit Ziegeln, Schiff und Chor mit Blei-Platten gedeckt.

Das ursprüngliche Schiff war recht klein. Es hatte an der Nordseite die Frauen Tür und an der Südseite die Männer Tür. Die Frauen Tür ist jetzt zugemauert, die Männer Tür wurde als Eingangstür innerhalb des Waffenhauses beibehalten. Über ihrer Öffnung befindet sich ein glattes Halbkreisförmiges Tympanon, darüber ein Rundbogen aus Granitquadern. Die 3 romanischen Fensteröffnungen der Nordwand sind erhalten, die mittlere ist je-doch zugemauert. Die Südwand enthält 5 Fenster in verschiedenen Größen, die beim Umbau oder später geschaffen wurden. Die Nordwand des Chores erhielt beim Umbau eine Pfarrer Tür, die vermutlich nach der Re­formation zugemauert worden ist.

1912 wurden Teile des Inventars restauriert. Eine durchgreifende Restauration der ganzen Kirche fand 1959 statt, wobei auch in Ausgrabungen ihre bauliche Geschichte erforscht wurde.

Wandmalereien

Die Kirche enthält eine Reihe von Spat mittelalterlichen Kunstwerken. Im Chor befinden sich Wandmalereien im Übergangsstil von der Spätgotik zur Renaissance, die um 1520 geschaffen wurden.

An der Nordwand ist der Stammbaum Christi (Matthaus-Evangelium Kap. 1). Das Bild zeight zuunterst den Vater Davids, Isai (Jesse) auf der Erde liegend. Uber ihm steht die Inschrift "Virga Jesse floruit" - Ein Trieb wird aus Jesse erblühen - (Jesaia 11,1). Unterhalb der Jessefigur ist ein Weihekreuz gemalt. Aus Isai Brust wachst ein Baum, in dem verschiedene königliche Vorvater Christi in Blumenkelchen sitzen. Sie sind in 2 Reihen übereinander angeordnet. In der unteren Reihe von links nach rechts sind Josaphat, Joram, David (mit Harfe), Eliud, Salomo und ein nicht mehr erhaltener Name; in der oberen Reihe Esekias, Eleaser, Manasse, Salathiel, Abiud und Josia. Der Gipfel des Baumes tragt die Madonna im Strahlen-glanz mit dem Kind auf dem Arm; darüber steht der Text "Ave Stella matutina" - Gegrüsset seist Du, Stern der Morgenrote (Offenbarung Johannes 22,16). Obwohl die ausgewogene Bildkomposition in den Formen des Rankenwerkes, der Blütenkelche und der Figuren die Stilelemente der Re­naissance zeigt, klingt in ihr die Spätgotik aus. Es gibt nur wenige Dar-stellungen dieser Art in Dänemark.

Die Gewölbe Fächer des Chores sind mit Blatt- und Rankenwerk sowie mit Blütenkelchen bemalt. Dazwischen sind Kinder, Vogel und Phantasiegestalten in der Art von Vexierbildern verborgen. Einige von ihnen enthalten ein gewisses Maß an Kritik, wie sie vor der Reformation sowohl an der Kirche als auch am Adelsstand zunehmend ausgeübt wurde. Die gesamte Komposition mit dem schwungvoll und elegant gemalten Rankenwerk ist vollständig vom Geist der Renaissance geprägt.

Im westlichen Fach des Chores befinden sich folgende Szenen:

Nordkappe linke Hälfte

Unten eine Turnierszene, bestehend aus einem kopflosen nackten Reiter, das Gesicht auf der Brust dargestellt. Er trägt eine Krone, auf der eine El­ster (der Spottvogel) sitzt. Das Pferd hat einen Menschenkopf mit Spitz-bart und Bauern Mütze. Diese Darstellung ist als ein Angriff auf den kopf­losen Adel zu verstehen, der den Bauernstand für Kriegsdienste ausnutzte. Links von der Turnierszene sitzen 2 Jungen mit Löffeln an einem jütischen Topf, ein dritter Junge sitzt über ihnen in den Blattranken. Nach der Le­gende streiten sich hier Jesus und Johannes um die Grütze Reste.

Nordkappe rechte Hälfte

Unten eine Harpyie in Form einer Hexengestalt mit einem Vogel Körper, dessen Schwanzfedern in einem Schlangenkopf enden. Die Hexe dreht den Kopf nach hinten, sie scheint einem kleinen Jungen eine Anordnung zu geben. Er trägt eine zweizinkige Forke geschultert und blickt über seine rechte Schulter zur Hexe zurück.

OstKappe linke Hälfte

Unten eine sogenannte Sankt Jörgen-Szene: Ein Jager schießt auf einen Basilisken mit 2 Köpfen, ein kleiner nackter Junge streckt einen Haken nach dem Untier aus.

Darüber die "Verachtung": Eine männliche Figur mit entblößtem Hinter teil zwischen die Beine geneigt. Vielleicht stellt diese unhöfliche Gebärde

Kritik gegen einer bestimmten Person oder gegen kirchliche Missständen dar.

Südkappe rechte Hälfte

Links eine Spötter Figur: Ein Mann erweitert mit den Fingern seinen Mund und streckt die Zunge nach einem Herold aus, der in einem Blütenkelch sitzt und ein langes Horn bläst.

Westkappe rechte Hälfte

Über dem Holzbalken eine ähnliche Spötter Figur in Hockerstellung, weiter rechts ein Trommelschlager in eine Art von Narrenkappe gekleidet.

Weitere Figurenszenen sind im östlichen Fach des Chores zu sehen. In der linken Hälfte der Ost kappe entdeckt man einen Jager mit Pfeil und Bo­gen, vor dem einen kleinen Jungen fliehen, zwischen den Blattranken mehrere Vögel und ein Drachen ähnliches Fabeltier mit Pfeil förmiger Zunge.

Kanzel

Die Kanzel ist ein sechsseitiger reliefgeschnitzter Karnapp (Erker) aus der Renaissance, sie wird der sogenannten Aalborg schule zugeschrieben. Sie muss im Zeitraum von 1581 bis 1615 entstanden sein, als der Pfarrer Hans Nielsen in Saltum und als Probst in Aalborg wirkte. 1959 wurde sie restauriert. Der zur Kanzel gehörende Schalldeckel war leider so stark vom Holzwurm befallen, dass er entfernt werden musste. Die Kanzel ist horizontal durch Gesimse in 3 Etagen mit je 6 Feldem gegliedert. Die obere Etage tragt auf 5 Feldern den Spruch Praeces et lacrimae sunt arma ecclesiae - Das Gebet und die Tranen (Christi) sind die Waffen der Kirche.

Die geschnitzten Bildreliefs der mittleren Etage werden durch 6 Pilaster vertikal voneinander abgegrenzt. Diese tragen am oberen Ende Hermen Figuren, die mit Akanthuskapitellen gekrönt sind. Die Hermen Figuren halten Wappenschilder, von denen das Schild der 2. Figur die Hausmarke des Harde Vogtes Peder Segelsen und das Schild der 2. Figur sein Monogramm PS trägt. Das Schild der 6. Figur enthält das unbekannte Monogramm HK.

An der Kanzeltreppe beginnend, zeigen die Bildreliefs folgende Szenen:

  1. Die Geburt Christi
  2. Die Taufe Christi im Jordanfluss
  3. Die Kreuzigung Christi
  4. Die Himmelfahrt Christi
  5. Die Auferstehung Christi
  6. Die Wiederkehr Christi/Christus als Weltenrichter

Die untere Etage enthält Inschriften und Wappen auf den Feldern

  1. Herr Niels Nielsön (Hans Nielsen, Pfarrer in Saltum und Probst in Aalborg 1581-1615).
  2. Deus Justus Judex: Gott ist ein rechtfertiger Richter.
  3. Das rot-weisse Wappen von Otto Banner.
  4. Das rot-weiss-blaue Wappen von Ingeborg Skeel.
  5. Maret Knudsdatter (die Frau vom Pfarrer Hans Nielsen).
  6. Summa legis divinae est dilectio: Das am höchsten göttliche Gesetz ist das Auswählen aus Liebe.

Otto Branner und Ingeborg Skeel waren die Besitzer von dem Schloss Voergaard. Sie haben wahrscheinlich die Kanzel geschenkt. 

Altar und Altartafel

Der aus Ziegeln aufgemauerte Altartisch ist an seiner Vorderfront mit ei­nem einfachen Paneel aus Kiefernholz bekleidet, das von alten Farban-strichen befreit wurde. Die beiden grossen Messingleuchter stammen vom Ende des 16. Jahrhunderts. Der siebenarmige Messingleuchter wurde 1926 vom Gemeindepfarrer N. C. Moller gestiftet. Der schlichte Eichenholzschrein der Altarretabel ist von 1959 und enthalt "f-die Figuren eines Spätgotischen Flügelaltares, die 1887 auf dem Kirchen-boden aufgefunden wurden. Sie dürfen gegen 1470 entstanden sein und tragen noch die Reste ihrer ursprünglichen farbigen Fassung. Bis 1959 befanden sie sich in einem Schrein an der Nordwand des Schiffes an derjenigen Stelle, an der jetzt die Bischofsfigur angebracht ist. Das Mittelfeld zeigt Gottvater mit dem gemarterten Christus, zu seiner Rechten die Madonna auf der Mondsichel, zur Linken die Heilige Anna Selb dritte. Die Seitenflügel enthalten die 12 Apostel, von denen die verlorengegangene Figur des Judas Thaddäus (mittlere Figur der oberen Hälfte des linken Seitenflügels) eine Ergänzung des Jahres 1959 ist. In der Predella stehen 7 Nothelferfiguren, 5 weitere Nothelfer sind an der Nordwand des Chores angebracht.

In der mittelalterlichen Kirche wurden insgesamt 14 Nothelfer verehrt; hier sind also 2 Nothelferfiguren verlorengegangen. Stil und handwerkliche Ausführung sowie die unterschiedliche künstlerische Qualität der erhalten gebliebenen 12 Nothelferfiguren deuten darauf hin, dass sie wohl von verschiedenen Altären stammen. An der Nordwand des Schiffes hangt gegenüber der Eingangstür eine Spätgotische Chorbogenkruzifixgruppe. Sie wird vor 1450 ihren Platz im Thriumphbogen gehabt haben und dürfte in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden sein. Für diesen Zeitraum sprechen auch Haltung und Faltenwurf der Figuren: die Maria, der lebensgroße Christus und der Apostel Johannes. Die 4 Kreuzarme tragen die Reliefs der Evangelisten Symbole. Die Kruzifix gruppe wurde 1912 restauriert und als Altarbild verwendet. Seit 1959 befindet sie sich wieder an ihrem alten Platz.

Taufbrunnen und Taufhimmel

Der schlichte Granittaufbrunnen stammt aus dem 12. Jahrhundert, sein Fuß ist neu. Die aus Messing getriebene Taufschale ist süddeutscher Herkunft und könnte aus Nürnberg stammen. Sie ist vermutlich nach einem größeren Diebstahl von Kirchengeräten angeschafft worden. Am Rand tragt sie eine Reihe von Hirschen, die von Hunden verfolgt werden. Diese Darstellung symbolisiert den gefahrvollen Gang der Gläubigen durch das Leben. Sie tragt in der Mitte das Kaiserwappen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, das die Wappen Kastiliens, Leones, Siziliens, Österreichs, Dalmatiens, Burgunds und Lothringens enthalt. Der über dem Taufbrunnen hangende Taufhimmel diente ursprünglich dazu, das Taufwasser vor Verunreinigung zu Schützen und konnte zu diesem Zweck abgesenkt werden. Er ist eine Renaissance-Arbeit der Aalborg schule und wurde wohl kurz nach 1600 geschaffen. Auf reicher durchbrochener Schnitzarbeit ist er mit 8 allegorischen Figuren geschmückt: 4 Männer und 4 Frauen: sie stellen die 5 Kardinaltugenden Klugheit, Fleiß, Mut, Mäßigkeit und Rechtfertigkeit und die 3 theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe dar.

Kirchen Gestühl

Die Fronten des Kirchen Gestühles bestehen aus Kiefernholz. Sie sind zur Zeit der Renaissance um 1600 entstanden und stammen wie die Kanzel und der Taufhimmel aus einer Aalborger Werkstatt. Die geschnitzten Türen tragen im oberen Teil Bossenornamente, darunter einen rundbogigen Rahmenschmuck aus einer Kombination des attischen Schlingenbandes mit einem Dukatenornament. 1959 wurde der alte Farbanstrich entfernt, so dass die schöne Struktur des Holzes wieder sichtbar geworden ist.

Übrige Figuren in der Kirche

An der Nordwand im Westteil des Schiffes hängt eine Spat Gotische Bischofsfigur. Sie stellt vermutlich Sankt Nikolaus dar und stammt wohl von einem Seitenaltar, der vor dem Umbau der Kirche seinen Platz an der Südseite der Thriumphwand hatte. Der Entstehungszeitraum der Figur muss daher vor 1450 angenommen werden. Bis 1959 befand sie sich hinter der damaligen Orgel, die auf einer Empore am Westende des Schiffes Stand.

Grabmale

Überall in der Kirche sind unter dem Fußboden Begräbnisstätten festgestellt worden. Im Chor liegen die Gräber der Pfarrer. Nur wenige Grabmale sind erhalten. Am Eingang zum Waffenhaus liegt das Fragment des Grab­steins des Pfarrers Tröger Powelsen, verstorben 1636. Im Waffenhaus links neben der Eingangstür steht ein sehr alter Grabstein aus Granit mit einem kaum erkennbaren Kreuz. Er konnte aus dem 13. Jahrhundert stammen.

In der Kirche befinden sich an der Nordwand des Chores 3 Grabmale. Von Osten gesehen, sind dies die Grabsteine

  1. Des Pfarrers Just Falentin de Fulda, verstorben 1689. Folgendes ist unten zu lesen: Duplex pressit eum crux - mors cita sustulit ipsi coniusis am-plexus - sustulit ignes opes. Übersetzt: Ein doppeltes Kreuz bedrückte ihn: Der Tod beraubte ihn schnell der Umarmung seiner Ehefrau. Das Feuer beraubte ihn seiner Besitztümer (Der Pfarrhof brannte 1677 ab):
  2. des Pfarrers Jacob Lauritsen Holm, verstorben 1717 und seiner Ehefrau Anna Marie Christensdatter, verstorben 1718 sowie

Das älteste Grabmal steht an der Südwand des Chores. Es ist der romanische Grabstein des Paters Turgeif, des ersten namentlich bekennten Priesters der Kirche, der um 1200 starb. Der Stein zeigt im Flachrelief eine Löwen Figur und darunter auf einem Feld ein irisch geprägtes Kreuz mit 2 seitlichen Blattranken, umgeben vom Text in Majuskeln: "TURGEIF PA­TER RVR JACET SUB PETRA" - der ehrwürdige Pater Turgeif ruht unter diesem Stein.

Weiteres Inventar

Die 3 Messingkronleuchter im Schiff sind der Kirche geschenkt worden: der östliche 1923 von A. P. Andersen, der mittlere 1926 vom Gemeinderat zum Jubiläum des Pfarrers N. C. Müller, und der westliche 1928 von Ane und Jens Knudsen, Sönder Saltum.

Die Silbertaufkanne stiftete Uhrmacher N. P. Kristensen im Jahre 1949. Links an der Eingangstür steht der alte eisenbeschlagene Opferstock. Er ist aus einem ausgehöhlten Stück Eichenholz möglicherweise einem Treibholzstück hergestellt.

An der Südwand des Schiffes wurde 1959 eine Pastorentafel (series pas­torum) aufgehängt, auf der die Namen der amtierenden Pastoren mit den Jahreszahlen stehen. Für den Zeitraum vor der Reformation weist das Verzeichnis einige Lücken auf - (Siehe Umschlagseite des Textheftes).

Glocken

Die gröbste Glocke wiegt ca. 1 1/2 Tonnen und trägt die Inschrift: "GLORIA IN EXELSIS DEO. ME FECIT B.M. ANNO 1663" - Ehre sei Gott in der Höhe. Balzer Melchior schuf mich im Jahre 1663. Im Jahre 1936 wurde diese Glocke in der Eisengießerei Brönderslev umgegossen, und 1975 wurde der Kirche eine neue kleinere Glocke geschenkt, die von der Firma Tubalka in Vejle hergestellt wurde.

 

Pfarrertafel

Vor der Reformation:

Pater Thurgeif....................................................................... u. 1200

Hr. Troels (Probst)................................................................ u. 1264

Hr. Olaf............................................................................... u. 1327

Hr. Hans-Johannes Becher......................................................... 1418 - 1464

Hr. Anders........................................................................... u. 1500

Hr. Ib-Jes Christensen.......................................................... u. 1519

 

Nach der Reformation:

Christen Jensen Krabbe (Probst)..................................... u. 1550 - 1581

Hans Nielsen Aalborg (Probst)...................................... 1581 - 1615

Thøger Powelsen ......................................................... 1615 -1635

Jacob Sørensen Bhi ...................................................... .1636 - 1666

Erland Hansen Dyssel .....................................................1666 - 1675

Just Falentin Fulda ....................................................... 1676 - 1687

Jacob Lauritsen Holm.................................................... 1687 - 1717

Hans Nielsen Winde (Probst) ....................................... 1717 -1741

Laurits Lauritsen Fugl................................................... 1741 - 1783

Nikolaj Severin Milling................................................. 1783 - 1807

Hans Peter Jansen ..................................................... 1807 - 1825

Oluf Holt Corsten.......................................................... 1825 - 1846

Jørgen Frederik Boesen................................................. 1847 - 1874

Gregers Gregersen......................................................... 1874 - 1882

Hans Bartholomæus Tønnesen...................................... 1882 - 1901

Niels Christian Møller.................................................... 1901 - 1930

Poul Johan Georg Poulsen............................................. 1930 - 1946

Johannes Madsen........................................................... 1947 - 1957

Jens Sieborg................................................................... 1958 - 1985

Inge Kjeldsen Nielsen................................................... 1986 – 2007

Kristian Gram Schjoldager ............................................ 2008 -

 

 saltum syd

Die südwestliche Seite von der Kirche zu Saltum

Altertavlen i Saltum Kirke

 

Saltum Kirkeskib

Saltum Korbue
Der Eingangstür gegenüber auf der Nordwand des Kirchenschiffes befindet sich eine Korbogenkruzifixgruppe. Vor 1450 befand sie sich vermutlich im Triumphbogen und stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Für diese Zeitangabe sprechen sowohl die Haltung der Figuren als auch die Falten der Kleider.:

Maria, der lebensgrosse Christus und der Apostel Johannes.

Reliefs von den Symbolen der Evangelisten schmücken die 4 Arme des Kreuzes.

Diese Kruzifixgruppe wurde im Jahre 1912 restauriert und seitdem als Altarbild benutzt.

Im jahre 1959 kehrte sie wieder zur Nordwand zurück.

Mitte der 1990 ziger Jahre wurde die Gruppe wieder restauriert.

 

Saltum Kirke kalkmaleri
Der Taufbeckenhimmel. Im Hintergrund ein Teil von den sehr erhaltungswürdigen Wandmalereien.

Saltum  Kirke fontehimmel

 

Saltum Kirke prædikestol

Die Kanzel in der Kirche zu Saltum ist ein sechseckiger Erker aus der Renaissance und wird der sogenannten Aalborgschule zugeschrieben.Sie stammt vermutlich aus dem Zeitraum 1581-1615.

Die 6 Reliefs auf der Kanzel zeigen von links nach rechts:

  1. Die Geburt Christi
  2. Die Taufe Christi im Jordanfluss
  3. Die Kreuzigung Christi
  4. Die Himmelfahrt Christi
  5. Die Auferstehung Christi
  6. Die Wiederkehr Christi/Christus als Weltherrscher

Unter den 6 Reliefs zeigen die 6 Felder von links nach rechts:

  1. Herr Niels Nielsön (Hans Nielsen, Pfarrer in Saltum und Probst in Aalborg 1581-1615).
  2. Deus Justus Judex: Gott ist ein rechtfertiger Richter.
  3. Das rot-weisse Wappen von Otto Banner.
  4. Das rot-weiss-blaue Wappen von Ingeborg Skeel.
  5. Maret Knudsdatter (die Frau vom Pfarrer Hans Nielsen).
  6. Summa legis divinae est dilectio: Das am höchsten göttliche Gesetz ist das Auswählen aus Liebe.

Otto Branner und Ingeborg Skeel waren die Besitzer von dem Schloss Voergaard. Sie haben wahrscheinlich die Kanzel geschenkt.

saltum praedikestolSaltum Kirkes prædikestol - genkomst

Christi Geburt, Detail auf der Kanzel.   Christi Wiederkehr, Detail auf der Kanzel.